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Der Agilist

Der Agilist als blaue Strichfigur mit „A“ auf der Brust, er zeigt in eine Textspirale: Agilität, Scrum, Kanban, Lean, XP, Retrospektiven, Theory of Constraints, Peopleware, Impediments, Leadership, Qualität.

Der Agilist ist ein optimistischer Zeitgenosse, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Arbeitswelt zu verändern.

Schon in jüngster Kindheit war er sehr technikbegeistert und wenn er sich gerade nicht mit seinen Freunden auf Abenteuertour befand, konnte man ihn meist vor dem Computer antreffen.

Nach Abschluss seines Studiums in Informatik hat er als Softwareentwickler in einem mittelgroßen Unternehmen angefangen. Doch nach ein paar Jahren musste er feststellen, dass das vorherrschende Micro Management von Seiten des Eigentümers sowie das starre Festhalten an Prozessen und Hierarchien ihm und seinen Kollegen im Team unnötig Energie und Zeit raubte. Also beschloss er, etwas zu ändern.

Auf der Suche nach Alternativen stieß er im Internet auf das Agile Manifest und somit auch ziemlich bald auf die agile Community. Er besuchte einige Events dieser Community und begann langsam zu begreifen. Nach einem langen Kampf konnte er Arbeitgeber überzeugen, ihn auf ein Training zu schicken, wo er zum ScrumMaster ausgebildet wurde.

Aber das war erst der Anfang. Der Agilist war so fasziniert von dieser neuen Welt, die sich für ihn auftat, dass er jede Information gierig in sich aufsog. Neben den Praktiken des Extreme Programmings (XP) lernte er auch die Arbeit des Product Owners kennen und beschäftigte sich intensiv mit Scrum und Kanban.

Ihm gelang es schließlich auch nach zähem Ringen, den Eigentümer seiner Firma davon zu überzeugen, das Unternehmen zu einem agilen Unternehmen zu transformieren. Anfangs war er damit auf massiven Widerstand gestoßen. Besonders die mittlere Führungsebene war ganz und gar nicht begeistert von dieser neuen Idee der Zusammenarbeit. Dann jedoch schlitterte man in eine große Wirtschaftskrise, die die ganze Branche aufwühlte. Während die meisten der Konkurrenten stark angeschlagen daraus hervorgingen, sah die Situation in der Firma des Agilisten anders aus. Durch die vorherrschenden Strukturen war es ihnen gelungen, auf die Veränderungen schnell zu reagieren. So konnten sie sich nicht nur über Wasser halten, sondern sogar die Unsicherheit auf dem Wirtschaftsmarkt zu ihrem Vorteil nutzen. Am Ende stand man als klarer Gewinner da. Dies hatte auch die letzten Skeptiker überzeugt, dass doch etwas an dieser Art sein Unternehmen aufzustellen dran sein könnte. Zwar gab es immer noch vereinzelte Manager, die sich nicht anpassen wollten, aber diese verließen nach und nach das Unternehmen. Die, die aber blieben, waren fest davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg genau der richtige sei.

Heute ist der Agilist ein absoluter Experte auf seinem Gebiet und ein leuchtendes Vorbild für den agilen Mindset. Er verfügt über einen schier unerschöpflichen Erfahrungsschatz und kennt so ziemlich jede Methode, die es den Teams erlaubt, über sich hinaus zu wachsen.

Wenn es irgendwo Fragen zu agilen Sachverhalten gibt, so ist der Agilist stets die erste Anlaufstelle für seine Freunde und Kollegen.

Und auch die Frau und die zwei Kinder des Agilisten kennen sich bestens mit den agilen Denkmustern aus, schließlich werden die gemeinsamen Familienurlaube seit Jahren mit Hilfe von agilen Methoden vorbereitet und organisiert…

Was die Geschichten über den Agilisten verraten

Trinkt

Kaffee. Einmal sieht er im Milchschaum das Batsignal, seine Frau hat darin schon ein Herz erkannt.

Aus: Was für ein Problem? – Das Cynefin Framework

Familie

Verheiratet, Kinder, darunter eine kleine Tochter, der er morgens die Schnürsenkel bindet.

Aus: Was für ein Problem? – Das Cynefin Framework, Eine Reise ins Ich – Entwicklungsstufen nach Loevinger

Früher

Lange Haare und Vollbart. „Gut, dass du mich damals nicht gekannt hast.“

Aus: Eine Reise ins Ich – Entwicklungsstufen nach Loevinger

Fußball

Hielt sich für ein großes Talent, bis er im Verein spielte. Aus der Karriere als Fußballstar wurde nichts.

Aus: Der Dunning-Kruger Effekt: Die Schildkröte erklärt dem Adler das Fliegen

Einparken

KRACKS. Nach dem Blechschaden im Parkhaus will er beim Einparken künftig das Radio ausschalten.

Aus: Wer übernimmt Verantwortung?

Zitiert gern

Den Paten: „Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten.“

Aus: Organisation im Wandel der Zeit II

Seine Seiten im Notizbuch

Nur die Seiten, bei denen die Geschichte ihn als Schreiber nennt.